Die ersten fünfundzwanzig Jahre

Man schrieb das Jahr 1948.

Der II. Weltkrieg war seit fast drei Jahren vorbei und die Besatzungssoldaten der Siegermächte hatten Kirchhammelwarden verlassen.

Die Bürger des Dorfes Kirchhammelwarden beseitigten die Spuren des Krieges und der Besetzung. Damals war dieser Ort noch ein Dorf, obgleich seit bereits über zehn Jahren ein Stadtteil von Brake.

Man versuchte sich in Demokratie, Vereine waren wieder zugelassen. Da ist es kein Wunder, daß ein Bürgerverein gegründet wurde, denn Nachbarschaftshilfe wurde überall praktiziert. In diesen Jahren hatte keiner Reichtümer und etwas zu vergeben. Aber das wenige, was man hatte, wurde gerne geteilt.

Am 21. Februar 1948 fanden sich einige Bürger in Klinkers Gasthof zusammen und es wurde daraus eine Gründerversammlung.

Ferdinand Krug eröffnete diese erste Versammlung und Wilhelm Schierloh erläuterte die Notwendigkeit der Gründung eines Bürgervereins. Alle anwesenden 42 Personen, aus den bereits bestehenden Vereinen waren als Mitglieder eingeladen worden, stimmten der Gründung eines Bürgervereins zu.

Eine Satzung wurde beschlossen und der

Hammelwarder Bürgerverein

war erneut gegründet.

Das erste Führungsgremium setzte sich aus folgenden Personen zusammen:

  • 1. Vorsitzender:     Schierloh
  • 2. Vorsitzender:     Krug
  • Kassenwart:          Bruns
  • Schriftführer:          Loof
  • 1. Beisitzer:          Ohlhoff
  • 2. Beisitzer:          Spiekermann
  • Ausschussmitglieder: Scharrenberg, Mirbach,Wetjen, Koopmann, Schütte

Am Gründungstag, dem 21. Februar 1948 waren 48 Personen anwesend, die sich als Mitglieder einschreiben ließen. Aber schon am nächsten Tage, dem 22. Februar, hatte sich diese Zahl auf 122 Personen erhöht. Alle Kirchhammelwarder wollten dazu gehören.

Am Gründungstag wurde beschlossen, eine Gründungsfeier am 24. April folgen zu lassen und zu Pfingsten einen geschmückten Baum aufzustellen. Es wurde eben auch schon damals neben der Arbeit das Feiern nicht vergessen.

In diesen ersten Jahren war das Aufstellen des Pfingstbaumes und alles drum herum eine tolle Sache. Der geschmückte Baum wurde mit Musik durch die Straßen getragen und mit Musik und Tanz aufgestellt. Der Aufstellungsort war mit Karussells und kleinen Buden ausstaffiert. Gefeiert und getanzt wurde in beiden Sälen, bei Klinker im Dorfzentrum und bei Thiemer auf dem Deich.

Nach den Feiertagen wurde der Baum zur Lühring Werft gebracht, dort von der Familie Lühring mit einem kräftigen Schluck empfangen und für ein Jahr eingelagert.

Damals gab es auch schon eine Maibaumordnung, der sich acht Vereine der Umgebung unterworfen hatten und die manchmal auch ernst genommen wurde. In dieser Ordnung war ganz genau bestimmt, wie eine Fahne am Mast befestigt sein durfte und wie das „Klauen" vor sich zu gehen hatte. Zum Beispiel steht dort, das die Fahnenleine nur 1,9 Meter über dem Boden mit einem Schotsteg befestigt sein darf. Eine 3 Meter Bannmeile um den Baum war zu markieren. Innerhalb dieser Zone durfte keine Gewalt angewandt werden.

Eine geklaute Fahne war mit 50 Liter Bier einzulösen. Über Streitigkeiten sollte ein Ehren­gericht entscheiden.

An die Geschichte, wie der Bürgerverein Oberhammelwarden nicht nur den ganzen Baum von Kirchhammelwarden, sondern noch vier weitere Bäume geklaut hatte, erinnert man sich, wenn auch ungern, so doch recht häufig.

Der erste Vorsitzende von Oberhammelwarden war der Milchmann Ahlers, „Hauptmann Rinaidini", welcher auch der Anstifter zu dieser Missetat war. Er bekam die Wut der Kirchhammelwarderinnen spontan und kräftig zu spüren. Keine Hausfrau kaufte ihm in den nächsten Tagen seine Milch ab.

Der Baum in Kirchhammelwarden wurde auf dem Pudding, so war die kleine Verkehrsinsel am Deichfuß bei der Kirche benannt, aufgestellt. Als die Stadt dort 1959 einen mehrarmigen Lampenmast aufgestellt hatte, musste der Bürgerverein den Flaggenmastköcher versetzen. Die Schwierigkeiten wegen eines Kanalrohres und des Lastwagenverkehrs zur Lühring Werft konnten rechtzeitig zur Baumaufstellung gemeistert werden.

Aus dem Protokoll der Generalversammlung vom 05. März 1949 kann entnommen werden, daß der Bürgerverein bereits im ersten Jahr seines Bestehens sehr aktiv tätig gewesen war. Man hatte sich um die Straßenbeleuchtung gekümmert und die Feuerwehrangelegenheiten voran getrieben. Eine 800-Liter Spritze war bereits bestellt worden. Nur die Benzinbeschaf­fung wollte nicht klappen und konnte nicht so schnell geklärt werden.

In diesem Jahr wurde noch heiß über die Müllabfuhr diskutiert. Man wollte hier keine Müllabfuhr haben, da die anfallenden Abfälle zur Fütterung von allerlei Kleintieren und zur Verbesserung der Gartenerde benötigt wurde.

Weiterhin kümmerte sich der Bürgerverein um die Verbesserung der Straßen und Wege. Die Stadt bewilligte 1950 für Kirchhammelwarden 13 Stück Straßenlampen, denn es war in der Nacht noch sehr finster in Kirchhammelwarden. Ein Einwohner stellte den Antrag, man möge die Goethestraße doch mit einer Lampe versehen.

Auch über die Einrichtung eines Spielplatzes wurde schon damals gesprochen.

Auf der Generalversammlung dieses Jahres gab es erstmals Labskaus, und das auch noch gratis. Das Labskausessen wurde in der Zukunft beibehalten, jedoch nicht kostenlos.

1951 fand eine Versammlung mit einigen Herren aus Rat und Verwaltung der Stadt Brake statt. Die Kirchhammelwarder konnten mit dem Bürgermeister Bremer, Stadtdirektor Kalb, Stadtbau meister Hillmer und einigen Ratsherren über ihre Sorgen, Nöte und Wünsche diskurtieren. Sachlich und ohne Schärfe besprach das Gremium folgende Dinge: Bau- und Siedlungswesen, Sportplatzangelegenheiten, Energieversorgung, Badestrand und Feuerlöschwesen.

1952 wurde die Sterbekasse eingeführt, welche erst vor wenigen Jahren abgeschafft wurde.

Im Januar fand ein Ball aller Hammelwarder Vereine zu Gunsten der Strandbadangelegen­heiten statt.

Es wurden auch schon die ersten Sparmaßnahmen beschlossen. So sollte am 2. Pfingsttag kein Ball mehr abgehalten werden, sondern lediglich ein kleiner Kindertanz am Nachmittag. Vermutlich kommt das daher, daß es Ärger mit der GEMA gegeben hatte und weil der Gastwirt Thiemer vom Schützenhof Geld für den Ball haben wollte.

Aus einer alten Rechnung vom Gasthof Klinker sind die damaligen Preise ersichtlich. So kostete zum Beispiel: eine Flasche Korn DM 4,70 und 10 Zigaretten DM 1,00.

Es wurden damals auch schon Ausflüge und ein Wintervergnügen organisiert. Zur Weih­nachtszeit wurden ältere und alleinstehende Personen besucht und beschenkt.

Nachdem im Herbst 1952 der 1. Vorsitzende, Herr Wilhelm Schierioh, verstorben war, wurde am 24. Januar 1953 auf der Generalversammlung ein neuer Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:

  • 1. Vorsitzender:             Köster
  • 2. Vorsitzender:             Schierloh jr.
  • Kassenwart:                  Gogler
  • Schriftführer:                  Blumenberg

Auf dieser Generalversammlung wurde von Herrn Becker der Antrag gestellt, die Lessingstraße in Wilhelm Schierloh Straße umzubenennen, um so zu dokumentieren, daß der Begründer des Vereins sich für die Belange des Ortsteiles besonders eingesetzt und verdient gemacht hatte. Dieser Antrag wurde von der Stadt abgelehnt.

Aber dafür durfte der Verein den Strand in Kirchhammelwarden mit dem Namen

Wilhelm Schierloh Strand

schmücken. Die Einweihungsfeier fand Pfingsten 1954 statt. Diese Feier schloß mit einem Fehlbetrag von DM 39,12 ab.

Der ein Jahr zuvor vom Stadtbaumeister Hillmer zugesagte Bau einer Abortanlage für den Wilhelm Schierioh Strand wurde auch in diesem Jahr verwirklicht.

Dem Wilhelm Schierloh Strand galt die ganze Liebe des Hammelwarder Bürgervereins. Er wurde gehegt und gepflegt. Es gab Interessenten, die dort gerne bauen wollten. Aber solche Vorhaben wurden bereits im Ansatz verhindert. Dieser Platz sollte als letzte Zuwegung zur

Weser für „Alle" zugänglich bleiben.

Der Wilhelm Schierloh Stand wurde stets und ausschließlich von den Mitgliedern des Hammel­warder Bürgervereins gepflegt. Im Frühjahr und im Herbst trafen sich vor Ort etliche Helfer, um den Strand aufzuräumen, zu säubern, Unkraut zu entfernen, Büsche zu beschneiden und die Gehwege zu fegen. Dieser freiwillige Arbeitsdienst wurde Jahr für Jahr von denselben Personen durchgeführt. Obgleich in der Tageszeitung alle Kirchhammelwarder zur Hilfe aufgerufen wurden, erschienen immer nur dieselben Leute. Es gab reichlich Verpflegung und Getränke kostenlos dazu, aber das war offenbar kein Anreiz für einen freiwilligen Arbeitsdienst.

1954 wurde der monatliche Beitrag auf DM 7,00 erhöht.

Geld wurde für die verschiedensten Dinge gebraucht. So spendete der Verein mehrfach für die Hammelwarder Schule Beträge für die Ausflüge. Bei den Festveranstaltungen reichte der Ein­trittspreis auch nicht, so dass ein Zuschuss aus der Kasse erforderlich war. Auch bei den Ver­einsausflügen waren einige Mark hinzuzulegen. Die Feste erforderten einen Zuschuss von bis zu DM 200,00 und die Ausflüge bis zu DM 300,00. Dieses war gewollt, kam der Beitrag doch so den Mitgliedern wieder zu Gute.

Ein Extrakonto für die Strandanlage wurde aufgelöst, der Restbetrag von DM 15,37 floß in die Vereinskasse.


Mit der neu installierten Beleuchtung hatte man anfangs einigen Ärger. Die Lampen brannten am Tage und nicht in der Nacht.

Der Verein bemühte sich um die Verbesserung der Gehwege sowie die Beseitigung der Schlackenstraßen. Den Kindern wurde ein Osterfeuerplatz am Middeweg zugewiesen.

Ein Antrag des Turnvereins auf Errichtung einer Turnhalle wurde kräftig unterstützt, mit dem Erfolg, daß die Einweihung am 07. Mai 1960 stattfinden konnte.

Das Herbstvergnügen wurde auf den Winter verlegt und mit der Generalversammlung zu­sammen gelegt. Diese fand stets am letzten Sonnabend im Januar statt und war viele Jahre mit Labskaus essen und Tanz ein Höhepunkt im dörflichen Leben.

Der ständige Kontakt mit dem Rat und der Verwaltung der Stadt Brake führte oft, wenn auch nicht immer, zum gewünschten Erfolg.

Auf der Generalversammlung am 28. Januar 1961 wurde eine neue Führungsspitze gewählt, die nun durch folgende Herren dargestellt wurde:

  • 1. Vorsitzender:             Stenner
  • 2. Vorsitzender:             Heil
  • Kassenwart:                  Freels
  • Schriftführer:                  Franke

An diesem Abend amüsierte man sich nach dem offiziellen Teil und dem Essen beim Zweiakter Dat betere Mäken. Anschließend wurde kräftig getanzt.

In den ersten Jahren wurde das Herbstvergnügen mit einem Theaterstück gewürzt. Die Dar­steller aus den eigenen Reihen hatten dabei ebenso viel Spaß wie die Zuschauer. Unter anderem wurde gespielt: „Paul un sin Kusin" und „Us Modersproak". Besonders sind aus den Reihen der Schauspieler zu erwähnen: Jan Brau, August Schütte, Eilert Bruns, Hinnerk Schumacher, Karl Meinardus, Leni Wetjen, Tini Speckels, Edo Hilken, Diedrich Wragge, Gustav Ahlers und als Liebespaar Heino Hillen mit Henny Scheel geb. Schierloh. Teilweise wirkten auch die Ehepartner mit. Auch die Niederdeutsche Bühne war mit dem Stück „Dat Höhrrohr" zu Gast.

Es wurde beschlossen, den Bau eines Ehrenmals ideell und finanziell zu unterstützen.

Am 17. Februar 1962 erlebten die Kirchhammelwarder die Sturmflut des Jahrhunderts. Der Deichbruch in Käseburg setzte weite Teile des Dorfes unter Wasser. Mit Hilfe der Bundes­marine und vielen freiwilligen Helfern konnte der Deich am folgenden Tag provisorisch ge­schlossen werden. Und am übernächsten Tag begann das große Aufräumen.

Diese Hochwasserkatastrophe sollte noch weitreichende Folgen für Kirchhammelwarden haben. Eine Deicherhöhung, eine Deichmauer, Entfernung von vielen Bäumen und 26 Häusern am Deich wurden geplant und in den folgenden Jahren in die Tat umgesetzt.

Zunächst wurde ein Bauverbot für Kirchhammelwarden erlassen. Dieses wurde aber bald wieder aufgehoben und den Deichverdrängten ein Bauplatz an der Stedinger Landstraße, Friedrichstraße und Heinrichstraße zugewiesen.

Dieses hatte auch die Bebauung von bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Einfa­milienhäusern zur Folge. Somit wuchs das Dorf zum Ortsteil und verlor seinen dörflichen Charakter.

In diesem Jahr beschäftigte sich der Bürgerverein unter Anderem mit der Toilettenanlage der Grundschule, der Beleuchtung der Hammelwarder Straße und dem Zustand der Auguststraße. Es wurde Einspruch gegen die Errichtung eines Müllplatzes in Käseburg, am Timmermanns Hellmer erhoben, jedoch ohne Erfolg.

Am 21. August wurde auf einer Bürgerversammlung das Thema eine Schmutzwasser-Kana­lisation ausführlich diskutiert.

Damals kosteten zwei Flachen Weinbrand DM 13,90 und zwei Busse für den Ausflug DM 940,00.

1963 wurde wiederum ein neuer Vorstand gewählt, welcher sich zusammensetzte aus:

  • 1.  Vorsitzender:               Loof
  • 2.  Vorsitzender:               Wragge
  • Kassenwart:                     Freels
  • Schriftführer:                     Speckels

Die Auguststraße und der Seehauserweg wurden gepflastert, nachdem die Lessingstraße schon im Vorjahr eine gepflasterte Fahrbahndecke bekommen hatte.

Am 09. Juni wurde ein Badeverbot für die Weser erlassen wegen Salmonellen und Paraty­phusbazillen.

Auf der Spielwiese sollte ein Achtfamilienhaus für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Hammelwarden errichtet werden. Obgleich alle für die Feuerwehr waren, ging dieses doch zu weit. Der Bürgerverein schloss sich dem Protest des Turnvereins und der anderen Vereine an, und so konnte dieser Bau verhindert werden. Die Spielwiese blieb erhalten und wurde ein ide­aler Platz für das Hammelwarder Schützenfest.

In den folgenden Jahren wurden immer wieder die üblichen Verhandlungen mit der Stadt wegen der Beleuchtung, Kanalisation, Gehwege, Strandanlage, Drainage der Sport- und Spiel­wiese und des Spielplatzes geführt.

1964 nahm Bürgermeister Bredendiek im Dorf Stellung zu den aktuellen Themen wie Be­bauung und Kanalisation.

1965 wurde die Anschaffung einer neuen Fahne diskutiert.

1966 wurden Spielgeräte vom Bürgerverein erstellt. Hierbei haben sich besonders Herbert Ahrens und Friedrich Sempf bei der Herstellung ins Zeug gelegt. Es konnten später aufgestellt werden:

Doppelwippe, Rundlauf, Karussell, Kletterbogen, Kletterbrücke

mit Hängeseil, Klettergerüst mit Schaukel, Schwebebalken,

Sandkasten und Sitzbänke.

In 146 freiwilligen Arbeitsstunden und für DM 3.698,50 haben die Bürger von Kirchhammel­warden dieses für ihre Kinder geschaffen. Das Geld kam vom: Landkreis, Stadt, Turnverein und Bürgerverein. Bei der Einweihung wurde eine Dauerwurst versteigert; für den Erlös konnte eine Fahne gekauft werden.

In diesem Jahr wurde der Maibaum erstmals ohne Maikönigin aufgestellt. Leider war es in den folgenden Jahren immer so.

Die Pastorei fiel der Spitzhacke zum Opfer.

1967 wurde bei der Generalversammlung Labskaus gereicht. Das im Vorjahr gegebene Schnitzelessen hatte nicht gefallen. So sollte es in Zukunft beim Labskaus essen bleiben und nur auf besonderen Wunsch ein Schnitzel gereicht werden.

Eine neue Pastorei wurde erbaut und auch mit dem Bau der Deichmauer wurde begonnen. Der Bürgerverein organisierte auf Kosten der Baufirma ein kleines Fest mit reichlich Bier.

Das Rondell, der Aufstellungsort des Maibaumes, blieb erhalten, wurde jedoch an die Deichmauer verlegt. Die Deichmauer erhielt ein Relief, dessen Enthüllung wiederum mit Bier und Musik gefeiert wurde.

In den folgenden Jahren wurde die Kanalisation durch weitere Straßen verlegt, die Straßenbe­leuchtung verbessert, der Deich mit Betontreppen versehen, der Wilhelm Schierloh Strand ge­pflegt und die Spielgeräte versetzt.

In der Generalversammlung am 24. Januar 1970 mußte die Führungsmannschaft erneuert werden. Nun waren es:

  • 1. Vorsitzender:             Weber
  • 2. Vorsitzender:             Sempf
  • Kassenwart:                  Freels
  • Schriftführer:                  Schwarz

In diesem Jahr setzte sich der Bürgerverein besonders für die Ausbesserung der Fahrbahndecken ein, die durch die Kanalisation beschädigt worden waren. Der Verein veranlasste die Aufstellung einer Telefonzelle und half der Post bei der Einrichtung einer Poststelle in der Stedinger Landstraße bei Ingrid Ahrens.

Den Käseburgern wurde geholfen, das Mischwerk bei der alten Ziegelei zu vertreiben.


Die folgenden Jahre verliefen mit den üblichen Fahrten, Ausflügen, Sitzungen, Pflege von Strand und Spielgeräten sowie der Kontaktpflege mit Rat und Verwaltung.

Wegen der neuen Verkehrsregeln wurde an der Schule ein Verkehrsunterricht organisiert. Der Feuerwehr wurde geholfen, ein neues Fahrzeug zu begießen.

Gegen den Sperrwerksbau und die Weservertiefung wurde Einspruch erhoben, aus Sorge um den Strand.

Die Beleuchtung und die Gehwege wurden verbessert, besonders in der Hammelwarder Straße und der Stedinger Landstraße.

Im Jahr 1972 hatte der Hammelwarder Bürgerverein alle Vereine erstmalig zusammen gerufen, um gemeinsame Probleme zu besprechen und möglichst gemeinsam zu lösen. Auch wurden bei dieser Zusammenkunft, die immer Anfang November sein sollte, die Termine aufeinander abgestimmt, und so ein Veranstaltungskalender erstellt.

Auch wurde beschlossen, im September eines jeden Jahres einen Laternenumzug mit Musik durchzuführen. Federführend sollte hierbei der Hammelwarder Bürgerverein sein, auch wenn es sich um eine Veranstaltung aller Hammelwarder Vereine und Organisationen handelt und diese auch gemeinsam die Kosten übernehmen sollten.

Die zweiten 25 Jahre